Erfolgreicher Exit in Projekt-GbR; Berentzen Brüder können Rhenser Mineralbrunnen übernehmen (2017)

Der Rhenser Mineralbrunnen blickt auf eine lange Tradition zurück und war bereits im Mittelalter bekannt. Die älteste Urkunde ist das Tagebuch eines Nürnberger Großkaufmanns aus dem Jahre 1577, der auf einer seiner vielen Studienreisen auch durch Rhens kam und den „Sauerbrunnen“ beschrieb. Eine zweite Urkunde über den Mineralbrunnen hinterließ der bekannte Wormser Arzt und Bäderschriftsteller Jakobus Theodorus Tabernaemontanus (heute würden wir sagen Jakob Theodor aus Bergzabern). In seinem im Jahre 1584 erschienenen Buch „New-Wasserschatz“ beschrieb er die romantische Lage des Brunnens und seine Wirksamkeit.
Die schon damals sehr bekannte Quelle wurde lange Zeit nicht industriell ausgewertet. Das Jahr 1784 wurde der Rhenser Quelle zum Schicksal. Bei einem enormen Hochwasser („Jahrtausendhochwasser“) wurde auch die Quelle zugeschüttet und ging zunächst verloren. Christian von Stramberg hat jedoch im „Rheinischen Antiquarius“ die genaue Lage des „Heilborn“ nahe beim Königsstuhl, geschildert. Erst im Jahr 1857 erinnerte man sich dann der Rhenser Mineralquelle. Die Mineralquelle konnte wieder freigelegt werden und nach 73 Jahren endlich wieder sprudeln.

Im Jahr 1974 erfolgte die Übernahme der Blaue Quellen AG und damit auch des Rhenser Mineralbrunnens durch den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Die Beliebtheit und der Konsum von Mineralwasser in Deutschland wuchs von Jahr zu Jahr, wovon auch der Absatz des Rhenser Mineralbrunnens profitierte.

2016 wurde Insolvenzantrag gestellt, Olaf Zachert hat die Gebrüder Friedrich und Christian Berentzen in die laufende Akquisition integriert und seine Anteile in der Projekt-GbR vor dem endgültigen Erwerb vom Insolvenzverwalter veräußert. Der Kauf wurde auf Wunsch von den Berentzens aus strategischen Gründen allein vollzogen. Alle rund 130 Arbeitsplätze konnten erhalten werden.

(Quelle der Informationen über Rhenser: www.rhenser.de).

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